CryCo News Dezember 17

20.12.2017 Bye-bye, Ether. Nun bin ich wohl auch einer dieser Krypto-Loser, über die man derzeit immer häufiger liest. Daher heute mal was in eigener Sache. Ich habe einige Artikel über Bitcoin, Blockchain und das Kryptouniversum geschrieben. Geht es um eine neue Kryptowährung, teste ich sie natürlich auch. Testen in dem Sinne, dass ich mir das passende Wallet installiere, die Kryptowährung kaufe und Transaktionen damit tätige. So geschehen vor etwa 2 Jahren mit Ethereums Kryptowährung Ether. Ich installierte mir also das offizielle Ethereum Wallet namens Mist und mache ein paar Test-Transaktionen. Nach jeder Transaktion erstelle ich ein Backup. Vor ein paar Wochen dann transferiere ich 10 Ether zu einer Online-Börse, um dort eine andere Kryptowährung zu kaufen. Die Ether kommen dort aber nicht an. Mist zeigt mir an, dass die Transaktion gesendet wurde, aber noch Bestätigungen fehlen. Als die Transaktion nach ein paar Tagen noch immer nicht am Ziel angekommen ist, bemühe ich die entsprechenden Foren um eine Erklärung. Leider vergeblich. Natürlich schaue ich immer wieder, was Mist mir anzeigt. Nach ein paar Tagen dann der Hinweis, dass es eine neue Version von Mist gibt (0.9.3). Die installiere ich und erhalte beim Starten eine Fehlermeldung. Laut Foren scheint dies ein gängiges Problem zu sein. Der offizielle Lösungsvorschlag ist das Einspielen eines Backups.  Ich spiele also das letzte Backup ein und Mist startet tatsächlich. Aber mein Kontostand ist Null. Nach 8 Tagen kommt die Transaktion von 10 Ether nun doch noch am Ziel an. Diese Transaktion wird in Mist aber nicht angezeigt, da ich ein Backup aus der Zeit vor dieser Transaktion eingespielt hatte. Offensichtlich kann Mist so nicht korrekt synchronisieren. Das Paradoxe: Öffne ich Etherscan aus Mist heraus, sehe ich meine verbleibenden Ether, die dort schlummern. Aber ich komme nicht heran, denn mein Kontostand ist Null. Ist doch alles Mist. Aber dies nur als Warnung. Obwohl ich mich über eine Lösung des Problems natürlich freuen würde. Und eine Belohnung gibt es im Erfolgsfall natürlich auch!!!

19.12.2017 Nun also doch. Nachdem Microsoft eine Kooperation mit der IOTA Stiftung dementiert hatte und in diesem Zusammenhang auch das Verhältnis zwischen Bosch und IOTA in Frage gestellt wurde, hat Bosch nun eine echtes Zeichen gesetzt. Die Robert Bosch Venture Capital hat eine „enorme Summe“ der Maschinenwährung gekauft und will so gemeinsam mit der Kryptostiftung die Industrialisierung der Bitcoin-Alternative vorantreiben. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, was für Auswirkungen das auf den Kurs haben dürfte.
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18.12.2017 Weltweit bemühen sich die unterschiedlichsten Experten darum, den Preis von Bitcoin zu prognostizieren. N-TV führt ein interessantes Rechenbeispiel an, nachdem sich der Preis eines Bitcoins anhand der vorhandenen Geldmenge ermitteln lässt. Demnach liegt die Geldmenge an US-Dollar derzeit bei etwa 3,64 Billionen Dollar. Geteilt durch die Menge von 21 Millionen Bitcoins entspricht dies etwa 173.000 US-Dollar. Wenn sogar alle G7-Länder auf den Bitcoin-Zug aufspringen würden, läge die Geldmenge bei etwa 21.4 Billionen US-Dollar und der Preis somit bei etwa 1 Million US-Dollar. Das Rechenmodell lässt sich auf diese Art beliebig über den gesamten Globus erweitern.
Einzige Voraussetzung: Bitcoin wird die Geldmenge ersetzen… Das wird wohl nichts. Und 21 Millionen Bitcoins gibt es ja auch erst um das Jahr 2140.
Einen wahrscheinlicheren Ansatz liefert der amerikanische Autor Charles Hugh-Smith. Folgt man seiner Theorie, beläuft sich das Finanzvermögen am weltweiten Aktien- und Anleihenmarkt auf etwa 300 Billionen US-Dollar. Werden zukünftig nur 0,1% dieses Vermögens in Bitcoins, statt in andere Vermögenswerte investiert, dann läge der Preis für einen Bitcoin bei etwa 17.000 US-Dollar. Bei 1% Investment läge demnach bereits bei 170.000 Dollar…
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15.12.207 Nach Aussage eines leitenden Managers zieht eBay ernsthaft in Erwägung, den Bitcoin als Zahlungsmethode zu akzeptieren. Das würde ein Zeichen setzen und wäre vor allem ein riesiger Schritt in Richtung Akzeptanz der Kryptowährung als Zahlungsmittel. Allerdings gab es diese Gerüchte zuvor auch schon von Amazon – warten wir also besser erst einmal ab…
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14.12.2017 Das ist natürlich ärgerlich: Ende letzten Monats hatte die IOTA Stiftung unter data.iota.org eine eigene Handelsplattform für Sensordaten ins Leben gerufen, über die Datenströme direkt und ohne Mittelsmann angezapft werden können. In der Vergangenheit war von der Open Data-Bewegung immer wieder kritisiert worden, dass Daten beim zentralisieren und damit standardisieren verloren gehen und so nicht mehr korrekt interpretiert werden können. Eine tolle Sache also. Das fanden auch die Investoren, die viel Geld in die Stiftung pumpten und IOTA zeitweilig sogar auf Platz 4 des Kryptorankings beförderten. Vertrauen schaffte auch die (über Presseberichte verbreitete) vermeintliche Tatsache, dass IOTA Partnerschaften mit großen Unternehmen wie Microsoft und Bosch eingegangen sei. Microsoft hat diese Partnerschaft nun dementiert. Vermutlich ist das Gerücht über einen Übersetzungsfehler in einer Pressemitteilung entstanden, in der Microsoft als „participant“ bezeichnet wurde. Tatsache ist aber, dass IOTA Microsofts Azure-Cloud-Plattform nutzt. Wie auch immer: Microsofts Dementi könnte zum Absturz von IOTA in den letzten Tagen geführt haben. Bleibt zu hoffen, dass es für die innovative Stiftung schnell wieder aufwärts geht.
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11.12.207 „Die Kryptowährung Bitcoin ist noch immer günstig, weil der Preis irgendwann bei über einer Million liegen wird. Also bleibt einfach dabei und ihr werdet viel Geld verdienen. Da bin ich mir sicher.“, so der holländische Seriengründer und -Investor Marc van der Chijs über Bitcoin. van der Chijs hatte 2015 Chinas größte Videoplattform Tudou an Alibaba verkauft – für schlappe für 4,4 Milliarden. Bleibt zu hoffen, dass er auch diesmal recht hat.
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11.12.2017 So langsam nervt sie – die ewige Berichterstattung über neue Bestmarken bei Bitcoin. Genauso wie die ewige Frage der Kritiker, wann die Blase endlich platzt. Dabei ist eines inzwischen sehr wahrscheinlich: Das ist gar keine Blase. Upps. Bitcoin kann und wird weiter steigen. Wenn Bitcoin ein Problem hat, dann steckt es längst nicht mehr in der Nachfrage oder der Akzeptanz (wenn auch nur als Wertanlage), das Problem steckt in der Infrastruktur, die der hohen Nachfrage derzeit kaum nachkommt.

08.12.2017 Autsch, das tut weh. 2009 schürfte James Howells noch fleißig Bitcoins, insgesamt etwa 7.500 Stück. Doch die Bitcoins von damals waren nicht wie die Bitcoins von heute – seinerzeit waren sie nämlich kaum etwas wert. Also vergaß James seine Bitcoins und warf die Festplatte irgendwann sogar auf den Müll. Ein fataler Fehler, denn die Bitcoins sind heute fast 94 Millionen Euro wert. Höchste Zeit die Müllkippe zu durchwühlen, auf der die Festplatte von damals heute noch liegen müsste…
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06.12.2017 CryptoKitties muss man erst einmal sacken lassen. Wie der Name vermuten lässt, geht es um Katzen. In der Vergangenheit hatten Bilder von Grumpy Cat und zahllose Videos von süßen Katzenbildern das Netz geradezu überflutet. Jetzt also die Blockchain. Warum auch nicht.
CryptoKitties ist die perfekte Symbiose aus Katze und Kryptowährung. Eines der ersten Krypto-Spiele, bei dem jeder mitspielen darf, der bereit ist, Ether gegen Katzen zu tauschen. Die Katzen präsentieren sich in Form niedlicher Illustrationen, ihr Erwerb wird in der Ethereum-Blockchain dokumentiert. Und wie auch im echten Leben, können hier aus zwei Katzen drei werden. Seit der Veröffentlichung konnten bereits über 3 Millionen US-Dollar generiert werden. Die erste je erzeugte digitale Katze wechselte zwischenzeitlich für ca. 247 Ether den Besitzer, umgerechnet etwa 117.000 US-Dollar. Ja, ihr habt richtig gelesen. Miau.
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05.12.2017 Ab dem 10.12. ist es soweit. Über die US-Terminbörsen Chicago Mercantile Exchange und CBOE Global Markets können zukünftig Bitcoin-Futures gehandelt werden. Mithilfe von Futures wird zwischen Verkäufer und Käufer der Preis abgestimmt, zu dem ein Bitcoin zu einem bestimmten Zeitpunkt gehandelt wird. Diese Eigenschaft der Terminkontrakte sichert nicht nur gegen Kursschwankungen, sondern lässt auch Raum für Spekulation auf zukünftige Kursentwicklungen und wird so als eine Art Wette auf den Bitcoin-Kurs zweckentfremdet. Befürworter stufen diese Entwicklung als einen großen Schritt in Richtung Akzeptanz der Kryptowährung ein, Kritikern missfällt der Wandel vom ursprünglich disruptiven Bitcoin zu einem emotionslosen Finanzprodukt.
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05.12.2017 Alles richtig gemacht haben Cameron und Tyler Winklevoss. Viele kennen die beiden noch durch ihre Klage gegen Marc Zuckerberg, den die Zwillinge des Ideenraubs beschuldigt hatten. Einen Teil der 65 Millionen Dollar, mit denen sie seinerzeit abgefunden wurden, sollen sie in Bitcoins investiert haben. Man spricht von etwa 11 Millionen Dollar – zu einer Zeit, als der Bitcoin noch etwa 120 Dollar wert war. Die circa 91.000 Bitcoins, die die beiden damals erstanden, haben zwischenzeitlich eine Wertsteigerung von etwa 10.000 Prozent erfahren, was die Winklevoss-Zwillinge zu den bislang wohl prominentesten Bitcoin-Milliardären macht.
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01.12.2017 Auch wenn der Bitcoin-Kurs in den letzten Tagen gefallen ist, müssen wir uns deshalb keine Sorgen machen – meint jedenfalls Harvard-Wissenschaftler Dennis Porto. Laut seiner Prognose wird der Wert des Bitcoins bis zum Jahr 2028 auf über eine Million Dollar steigen. 2033 soll dann die Milliarde geknackt werden. Porto ist nämlich aufgefallen, dass sich der Kurs des Bitcoin gut mit dem Mooreschen Gesetz erklären lässt, nach dem die technische Leistung von Computern exponentiell wächst. Die gleiche Mechanik soll auch für Bitcoin gelten. Allen Besitzern von Bitcoins sei dennoch dringend abgeraten, sofort den Job zu kündigen. Warten wir doch besser noch etwas ab …
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